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Wanderrundweg auf den Mont Granier (1933m) im Parc Regional de la Chartreuse in Frankreich

Der Mont Granier (1933m) bildet den nördlichsten Gipfel des Regionalparks der Chartreuse und bietet mit 900m Höhe eine der höchsten Klippen in Frankreich sowie einen fantastischen Aufblick auf die die Stadt Chambéry und den Lac de Bourget. Der Aufstieg auf den Granier gehört zwar nicht zu den einfachsten Wanderwegen in der Region, belohnt einen aber mit einem abwechslungsreichen Weg, fantastischen Ausblicken und einer vielschichtigen Flora und Fauna.



Eckdaten der Wanderung zum Mont Granier


Ort: Im nördlichen Teil des Regionalpark „Massif de la Chartreuse“, nicht weit von Chambéry


Karte/Führer: Carte IGN 1:25000 3333 OT Chartreuse Nord


Start & Ende: La Plagne (1093m)

Ziel: Mont Granier (1933m)

Höhenmeter: 950m


Distanz: 17 km


Dauer: 5 Stunden (2Std30Min Aufstieg)


Typ: Rundweg


Schwierigkeit: mittel - schwierig


Charakter: Relativ steiler Aufstieg. Der Weg ist abwechslungsreich, führt durch eine Grotte und bietet einen fantastischen Ausblick auf das Massif der Chartreuse sowie die Alpen.


Waldweg bei La Plagne zum Mont Granier


Fauna am Wegrand

Anreise nach La Plagne & verschiedene Rundwegrouten


Wir sind mit dem Auto von Lyon über Chambéry angefahren und haben für die 130km circa 1:40 gebraucht. In dem Dorf La Plagne bei Entremont-le-Vieux angekommen gibt es einen kleinen Parkplatz auf der rechten Seite.


Da mehrere Wege zum Kreuz des Mont Graniers führen, hier eine kurze Darstellung der möglichen Routen für eine Wanderung:

A. Auf & Abstieg über Balme à Collomb und Rundweg auf dem Plateau des Berges (rote Markierung)

B. Aufstieg über Balme à Collomb & Abstieg über den Col de l'Alpette nach dem Rundweg auf dem Plateau (blaue Markierung)

C. Aufstieg über Balme à Collomb & Abstieg über den Col de l'Alpette ohne den Rundweg auf dem Plateau (Teil der roten & blauen Markierung)

Wanderkarte Chartreuse Nord mit Einzeichnung der Mont Granier Wanderung

Beschreibung des Weges


Der Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz unterhalb des Dorfes La Plagne (1093m). Vorbei an dem kleinen Gasthaus geht man links am Schild in Richtung „Mont Granier - Balme à Collomb“. Der Anfang führt vorbei an einer Kuhweide bis der Weg schattiger wird und es durch den Wald bis zum Granges du Priz geht. An dieser Stelle geht man rechts hoch, und folgt einem nun steileren und anstrengenderen Pfad.


Nach 45 Minuten wandern lichtet sich der Weg bis man kurze Zeit später den Durchgang durch eine ehemalige Bärengrotte passiert. Eine Weile nach der Grotte erreicht man den letzten schwereren Aufstieg, welcher zwischen zwei Bergwänden hindurch führt, so dass auch die Armmuskeln zum einfachen Klettern gefordert werden. Aber keine Sorge, denn im Gegensatz zu dem Aufstieg über den Col d'Alpette sind keine Via Feratta (Unterstützung durch Eisenstangen) notwendig.


Ausblick über die Chartreuse.

Ausblick aus der Grotte.

Anschließend folgt eine angenehm leichte Wanderung auf dem Plateau des Kalksteinberges während man den Ausblick auf das Grésivaudan-Tal genießen kann bis man zum Gipfelkreuz auf 1933m gelangt. An dieser Stelle eröffnet sich ein fantastisches Panorama auf das umliegende Gebiet. Zum einen sieht man die Stadt Chambéry, den Bourget-See und das Massif des Bauges. Zum anderen kann man hier auch die weißen Spitzen der Alpen und den Mont-Blanc erblicken.


Laura auf dem oberen Plateau kurz vor dem Gipfelkreuz.

Aussicht vom Mont Granier

An dem Kreuz gibt es nun zwei Möglichkeiten, um weiter zu wandern: entweder kann man dasselbe Stück über das Plateau bis zum Schild mit dem Pfeil zum Col de l’Alpette zurückgehen, der einen dann über einen anderen Abstieg nach La Plagne führt. Bei dem Weg muss auch eine Felspassage über eine gesicherte Stelle mit Trittstiften und Stahlgeländer geklettert werden (Route C). Ansonsten kann man wie wir einen Rundweg über das Plateau laufen (Route A).


Dafür folgt man dem östlich vom Kreuz abgehenden Weg, der durch breite Wege und schöne Grasflächen gekennzeichnet ist. Irgendwann erreicht man ein Schild, bei dem man dem Wegweiser „Fontaine Neuve“ folgen muss (sonst läuft man einen steilen und sehr engen Teil auf der nordöstlichen Seite des Massifs runter, den wir nicht empfehlen würden).


Ab dem Schild muss man den gelben Markierungen auf dem Boden folgen und gelangt nach circa 20 Minuten zu einem Wasserbecken an dem man links nach oben vorbei gehen muss. Kurz danach teilt sich der Weg: der rechte führt einen zurück auf das höhere Plateau, so dass man wieder über die Grotte zurück kommt (Route A). Alternativ kann man an dieser Stelle auch links dem Pfad folgen und über den "Pas des Barres" zurücklaufen (Route B).


Wir haben denselben Abstieg gewählt und insgesamt knapp 5 Stunden für die Strecke gebraucht. Der Abstieg ist teilweise schwierig, da der Weg an manchen Stellen steil und voller kleiner Steine ist, so dass man weniger Halt hat. Doch die Aussicht lohnt sich alle Mal.


Tipp: Festes Schuhwerk nicht vergessen. Natürlich sollte festes Schuhwerk bei keiner Wanderung fehlen, doch hier ist es definitiv notwendig.


Unser Fazit zur Wanderung


Allein die Anfahrt zum Regionalpark Massif de la Chartreuse mit den vielen Kalksteinfelsen zeigt die Schönheit, die Frankreich zu bieten hat. Der Rundweg zum Berg Granier ist eine abwechslungsreiche Wanderung mit herrlichen 360°-Panorama auf das Alpenmassiv und mit ihrer Länge eine perfekte Tageswanderung. Technisch gesehen birgt die Wanderung keine Schwierigkeit, wobei es an manche Stellen durch die vielen kleinen Steine etwas rutschiger werden kann. Wir finden, dass diese Wanderung zu den schönsten in der Chartreuse-Region gehört.


Habt ihr bereits die Bergregionen in Frankreich entdeckt? Wenn ja, wo war eure schönste Wanderung? Wir freuen uns auf euer Feedback!

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